Die neue Monatstonne 2008
Nachdem ich die Monatstonne ausgepackt habe, wird es Zeit, sie mit neuen Vorräten zu befüllen.
Vor allem bin ich auf die Preisentwicklung seit 2003 gespannt. Natürlich habe ich mitbekommen, dass Mehl, Spaghetti und andere Grundnahrungsmittel erheblich teurer geworden sind. Vor allem 2007, also im letzten Jahr, gab es exorbitante Preissteigerungen. Die wurden aber zum grossen Teil wieder zurück genommen. Getreide ist auf dem Weltmarkt nämlich wieder billiger geworden, nachdem die Preise zuvor nahezu explodiert sind. Das Ergebnis ist schnell herausgefunden. Die Vorräte in der Monatstonne sind erheblich teurer geworden. Sie kosten jetzt: 18,53 Euro (2003: 13,88 Euro) Das ist eine wahrhaft kräftige Preissteigerung. Immerhin 33 Prozent in fünf Jahren. Pro Jahr sind das glatte sechs Prozent. Hier haben wir sie jetzt, die neue Vorratsliste für die Monatstonne mit den aktuellen Preisen:
Bei Betrachtung der einzelnen Preise kann man feststellen, dass einige der Nahrungsmittel ganz erheblich teurer geworden sind. Am schlimmsten ist die Verteuerung bei den trockenen Hülsenfrüchten. Sie sind etwa doppelt so teuer geworden wie vor fünf Jahren. Auch das Rapsöl ist sehr viel teurer geworden, von 0,79 auf 1,35. Das ist nicht weit weg von doppelt so teuer. Beim Öl kann ich mir die Preissteigerung erklären, denn der Biodiesel-Boom macht das Speiseöl teurer. Hier kann man erkennen, dass Biokraftstoffe potentiell den Hunger fördern. Erschreckend finde ich auch die Preissteigerung beim Reis. Er stieg von 0,89 auf 1,29. Für all die armen Menschen, die sich hautpsächlich von Reis ernähren, dürfte solch eine Preissteigerung eine echte Katastrophe sein. Andere Nahrungsmittel sind mehr oder weniger gleich teuer geblieben, z.B. Salz und wieder andere sind sogar billiger geworden, z.B. Vitamine (von 3,99 auf 3,59). Auch Zucker ist billiger geworden, um 10 Cent pro Kilo. Diese Verbilligung hat sich auch auf den Preis des Zitronentee-Getränkes ausgewirkt. Es ist auch ein wenig billiger geworden.
FazitAuch wenn ich die Preissteigerungen teilweise wirklich drastisch finde, kann man sich mit diesen Nahrungsmitteln immer noch einen sehr preiswerten Vorrat zusammenstellen.Aus der Preissteigerung in den letzten fünf Jahren kann man nicht auf die Preisentwicklung in den nächsten fünf Jahren schliessen. Schliesslich haben sich die Preise auch in der Vergangenheit ungleichmässig entwickelt. Zuerst blieben sie für fast drei Jahre weitgehend stabil, auf dem Niveau, das sie fast seit Jahrzehnten hatten. Dann stiegen sie letztes Jahr extrem an und sind inzwischen teilweise wieder billiger geworden. Für die nächste Zukunft rechne ich zuerst mit einer Deflation, d.h. die Preise werden billiger. Ob das aber auch die Preise für die einfachen Nahrungsmittel betrifft, kann ich leider überhaupt nicht abschätzen. Anschliessend könnte es vielleicht zu einer starken Inflation kommen. Beide Einschätzungen sind aber reine Prognosen. Es kann auch ganz anders kommen. Siehe auch:
Stand: 15.9.2010 |