Hurrikan
Danke für das Bild an
NOAA.gov
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"Hurrican" werden amerikanische Wirbelstürme genannt,
die dort jeden Sommer von Juni bis November auftreten
und häufig schwere Verwüstungen anrichten.
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Wirbelsturm-Infos
Wirbelstürme können einen Durchmesser von über 500 km haben und sind bis zu 15 km hoch.
Die Winde, die innerhalb eines Wirbelsturms herrschen, können über 250 km/h schnell sein.
In extremen Fällen kann der Luftdruck bis zu 900 Hektopascal sinken.
(Zum Vergleich: der europäische Sturm Lothar hatte etwa 970 Hektopascal.)
Solche starken Hurricans zerstören Gebäude, schleudern Fahrzeuge umher,
überschwemmen ganze Städte und töten Lebewesen, die sich im Freien aufhalten.
Wirbelstürme drehen sich spiralförmig im Kreis.
In der Mitte haben sie ein windstilles Auge, an dessen Rand der Wind jedoch besonders stark ist.
In den letzten Jahren nimmt die Häufigkeit der Hurrikane deutlich zu.
Europäische Meteorologen sehen einen klaren Zusammenhang mit der Klimaerwärmung,
Amerikanische Meteorologen leugnen diesen Zusammenhang jedoch teilweise.
Hurrican, Taifune, Zyklone und Willy-Willy
Überall in tropischen Meeren entstehen Wirbelstürme,
wenn das Meer warm genug ist und andere Voraussetzungen zutreffen.
Je nach Gegend in der sie auftreten, werden die Wirbelstürme unterschiedlich genannt.
- Hurrican in Amerika, im Atlantik, karibischer See, Golf von Mexiko und Ost-Pazifik
- Taifun im nördlichen Westpazifik bei Japan, Korea und China
- Zyklon im indischen Ozean, Golf von Bengalen, vor Ostafrika, um Madagaskar
- Willy-Willy bei Australien (wird offiziell Zyklon bzw. Cyclone genannt)
Entstehung eines Wirbelsturms
Wirbelstürme entstehen in tropischen Meeren und wandern dann westwärts bis sie auf Land treffen oder sich auflösen.
Für die Entstehung eines Wirbelsturms müssen bestimmte Voraussetzungen gegeben sein.
- Das Wasser muss eine Temperatur von mindestens 26,5° C haben, bis in mindestens 50 m Tiefe.
- Die Luft muss voller Feuchtigkeit sein (das ist bei warmen Meeren der Fall).
- Das Meer braucht eine gewissen Mindestgrösse. Geeignet sind zum Beispiel Atlantik, Pazifik, indischer Ozean.
- Die Höhenwinde dürfen nicht stark unterschiedlich wehen wie die Oberflächenwinde, damit sich ein Wirbelsturm aufbauen kann.
- Eine Wellenstörung (Easterly Wave) oder ein aussertropisches Tief werden als Startmechanismus gebraucht.
- Winde treffen zusammen und die Luft steigt auf, um weitere Luftmassen nachzuziehen.
- Die kondensierende Luftfeuchtigkeit lässt zusätzliche Wärme entstehen.
- Die zusätzliche Wärme steigert die aufsteigende Luft.
- Die aufgestiegene Luft wird durch hohen Luftdruck nach aussen gedrückt.
- Durch die Erdumdrehung (Corioliskraft) wird der Wirbelsturm in Rotation versetzt.
Auf der Nordhalbkugel dreht sich der Sturm im Uhrzeigersinn
und auf der Südhalbkugel gegen den Uhrzeigersinn.
- In der Mitte bildet sich ein windstilles Auge.
- Die starken Aufwinde schrauben sich am Rand des Auges nach oben.
- In der Mitte des Auges fällt Luft nach unten.
- Dort herrscht ein extrem niedriger Luftdruck.
Klassifikation der Wirbelstürme
Kleine Stürme, die sich zu einem Hurrican entwickeln können, werden Tropical Depression genannt.
Sobald sie eine Windgeschwindigkeit von 63 km/h erreicht haben,
bezeichnet man sie als Tropical Storm (tropischen Sturm) und erhalten seit 1950 einen Namen.
Der Name stammt aus einer von sechs Listen mit alphabetischen Namen, die dauerhaft festgelegt werden.
Jede Liste gilt jeweils für ein Jahr. Die Listen werden durchrotiert.
Wenn ein Hurrican sehr grossen Schaden angerichtet hat, wird dessen Name aus der Liste entfernt
und durch einen neuen Namen ersetzt, damit die Zuordnung zwischen Sturm und Namen eindeutig bleibt.
Wirbelstürme, die eine Windgeschwindigkeit von 119 km/h überschreiten,
werden in Amerika Hurrican genannt.
Diese Bezeichnung stammt ursprünglich aus dem Indianischen und ist der Name des Windgottes.
Hurricans werden in 5 Kategorien unterteilt.
Ab Kategorie 3 spricht man auch von einem Major Hurrican.
| Kategorie |
Windgeschwindigkeit |
| Kategorie 1 |
119 - 153 km/h |
| Kategorie 2 |
154 - 177 km/h |
| Kategorie 3 |
178 - 209 km/h |
| Kategorie 4 |
210 - 249 km/h |
| Kategorie 5 |
über 250 km/h |
Starke Wirbelstürme
Immer wieder wurden tropische Gebiete von Wirbelstürmen heimgesucht - seit Jahrtausenden.
Hier folgt eine Liste bedeutender Wirbelstürme seit 1900.
| Jahr |
Sturm |
Gebiet |
Beschreibung |
| Sept. 1900 |
Galveston od. Isaacs Sturm |
Texas |
Der Galveston-Hurrikan forderte bis zu 12.000 Tote.
Damit war er der Hurrikan, der die meisten Menschen tötete.
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| Sept. 1919 |
Kategorie 4 |
Florida Keys u. Texas |
Dieser Sturm tötete bis zu 900 Menschen.
Er zog von der Südspitze Floridas bis nach Texas.
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| 1926 |
Great Miami |
Florida, Mississippi, Alabama |
Der Hurrican der Kategorie 4 tötete auf seinem Weg 243 Menschen. |
| Sept. 1928 |
Lake- Okeechobee |
Puerto Rico, Florida |
Dieser Sturm traf auf den Okeechobee-See in der Nähe von Palm Beach (Florida).
Der Damm des Sees brach und es gab eine Flutwelle, die zahlreiche Menschen tötete.
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| 1935 |
Labor Day |
Florida Keys |
Der Labor Day- Hurrican war einer der wenigen Hurrikane,
die mit der Kategorie 5 das Land erreichten.
Er tötete 408 Menschen. |
| 1938 |
Long Island |
Long Island bei New York |
Durch diesen Sturm starben 500 Menschen und 14.000 Häuser wurden zerstört.
Der Sachschaden betrug etwa 400 Millionen Dollar.
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| 1957 |
Aufrey |
Louisiana, Nordtexas |
Aufrey tötet 350 Menschen. |
| 1965 |
Betsy |
Louisiana, Florida |
Obwohl Betsy nur ein Hurrikan der Stärke drei war,
starben 75 Menschen und ein Schaden von 7 Milliarden Dollar entstand.
Dieser Hurrikan war der letzte vor Katrina 2005, der New Orleans voll traf. |
| 1969 |
Camille |
Mississippi, Virginia und Louisiana |
Der Hurrikan mit dem zarten Namen Camille wütete über drei Bundesstaaten
und tötete 256 Menschen.
Es entstand ein Sachschaden von 6 Milliarden Dollar.
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| 1970 |
Sandwip Island |
Bangladesh |
Bei diesem Wirbelsturm starben etwa 300.000 Menschen.
Damit ist er Wirbelsturm mit den meisten Toten.
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| 1992 |
Andrew |
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Andrew war einer der wenigen Hurrikane der Kategorie 5.
Er richtete mit 26,5 Milliarden Dollar die bisher teuersten Sachschäden an.
26 Menschen starben.
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| 1999 |
Floyd |
North Carolina |
Obwohl Floyd nur ein Hurrikan der Stärke 2 war, starben 56 Mensch
und Sachschäden von sechs Milliarden Dollar entstanden. |
| Sept. 2004 |
Ivan |
Karibik, Florida, Alabama |
Ivan war der stärkste einer Reihe verheerender Hurrikane in 2004.
Er tobte erst in er Karibik und brach dann über die Südstaaten der USA herein.
Etwa 70 Menschen starben und Sachschäden von bis zu zehn Milliarden Dollar entstanden.
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| Aug. 2005 |
Katrina |
Florida, Louisiana |
Zuerst wütete Katrina über Florida, wo er nu ein Hurrikan der Stärke 3 war.
Dann bewegte er sich wieder aufs Meer und zog langs durch den Golf von Mexiko,
wo er deutlich an Stärke zunahm.
Kurz bevor er bei New Orleans wieder aufs Land traf erreichte er die seltene Stärke fünf.
Direkt beim Erreichen des Landes hatte er sich jedoch wieder auf die Stärke 4 abgeschwächt.
Durch einen leichten Drall nach Osten verfehlte er New Orleans knapp und
daher kam es nicht zur befürchteten Superkatastrophe.
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Externe Links
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